Der Kauf eines Autos übers Internet – ohne es vorher zu sehen – ist längst Alltag geworden. Viele seriöse Verkäufe laufen so ab. Doch genau dieses Vertrauen nutzen Betrüger aus: Sie bieten ein Fahrzeug weit unter Marktwert an, verlangen eine Vorauszahlung und versprechen, das Auto werde anschließend per Spedition geliefert. Das Auto kommt nie an, das Geld ist weg. Mit ein paar klaren Prüfschritten lässt sich dieses Risiko deutlich senken.

Warum diese Masche funktioniert

Ein ungewöhnlich niedriger Preis, ein plausibler Grund für den Fernverkauf (Umzug, Erbschaft, Firmenauflösung) und ein professionell wirkendes Inserat erzeugen Vertrauen. Der Verkäufer ist angeblich im Ausland, im Urlaub oder beruflich verhindert – deshalb „muss“ alles per Überweisung und Versand laufen. Zeitdruck und die Angst, das Schnäppchen zu verpassen, sollen Sie zu schnellem Handeln verleiten, bevor Sie gründlich nachdenken.

Typische Warnsignale

So prüfen Sie das Fahrzeug und den Verkäufer

Bevor Geld fließt, sollten Sie das Fahrzeug so weit wie möglich unabhängig verifizieren:

Sicher bezahlen bei Fernkäufen

Die Zahlungsmethode ist der entscheidende Schutzpunkt:

Wenn der Transport wirklich nötig ist

Manchmal ist ein Ferntransport tatsächlich sinnvoll, etwa bei größerer Entfernung. Buchen Sie den Spediteur in diesem Fall selbst und unabhängig, statt einen vom Verkäufer vorgeschlagenen Dienst zu nutzen. Vereinbaren Sie, dass die Zahlung an den Verkäufer erst erfolgt, wenn das Fahrzeug übergeben oder von der Spedition tatsächlich abgeholt wurde, und lassen Sie sich den Abholnachweis zeigen.

Checkliste vor der Zahlung

Ein gutes Angebot muss nicht automatisch ein Betrug sein – aber ein Verkäufer, der ehrlich handelt, hat in der Regel kein Problem mit Ihren Prüfungen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen: Ein paar zusätzliche Tage Recherche sind immer günstiger als ein verlorenes Fahrzeugbudget.